Auch wenn es merkwürdig erscheinen mag, ich beginne meine Review-Serie mal mit einem „etwas“ älteren Spiel. Und zwar Final Fantasy VII! Erschienen 1997 (Man ist das lang her, ich kanns gar nicht glauben!) war dieser Teil der berühmten Serie von Squaresoft (Heute übrigens Square Enix) das erste Final Fantasy, das mit 3D-Grafiken und gerenderten Hintergründen ausgestattet war. Dementsprechend groß war natürlich der Hype, und das Spiel gilt noch heute als einer der Meilensteine der Serie.
Demnach wundert es wohl niemanden das ich im untersten Fach meines Schrankes nach langer Absenz mal wieder meine Playstation-Spielesammlung durchgewühlt habe. Und da lag er: Der siebte Teil von Final Fantasy! (Und ja, ich sage das so ehrfürchtig weil mich immer noch ein Schauer überkommt – es erinnert mich eben an meine Rollenspielanfänge – da darf man schon mal melancholisch werden, oder?)
Flugs wurde also die erste CD geschnappt, nachdem ich die Spielehülle lange genug angetatscht hatte und glücklich war. Dann also mal rein damit in die Konsole! (Mittlerweile natürlich in meine PS2, das brotkastenähnliche dritte Modell dieser Konsole habe ich nach wie vor nicht)
Schon beim Titelbildschirm, der das typische Final Fantasy-Gedudel vorspielt (Und dieses Gedudel liebe ich – an diesem Tag habe ich es nonstop gesummt!) fühle ich mich wieder wie kurz nach dem Einkauf des Spiels. Wie glücklich ich damals nach Hause gehoppst bin…hach…
…
(Ich bin vom Thema abgekommen, oder?)
Wo war ich stehengeblieben? Achja, und los ging das Spiel. Den meisten dürfte es die Story ja bekannt sein, für alle anderen ein kurzer Abriss: Man übernimmt die Rolle des Ex-Soldaten Cloud und seiner Freunde, um die Shinra-Corporation und den Oberbösewicht Sephiroth zu besiegen. Dabei muss man in gewohnter Rollenspielmanier und mit dem berühmten ATB-Kampfsystem allerlei große und kleine Feinde besiegen. Storytechnisch ist Final Fantasy VII auf unglaublich hohem Niveau – auch heute noch! Nicht umsonst gibt es eine riesige Compilation zu diesem Teil, die mehrere Spiele, einen Film und eine Anime-Episode umfasst.
Das Spiel hat also begonnen. Cloud, der als Söldner von der aufständischen Avalanche-Truppe rekrutiert wurde, kommt an einem der Reaktoren an, die dem Planeten Lebensenergie absaugen. Da man das natürlich nicht zulassen kann (Avalanche ist das Greenpeace von Final Fantasy – nicht das ich das schlecht finde, bei weitem nicht…man darf Feinde bekämpfen, sehr viele sogar – und das mit gutem Grund! Einfach perfekt…) infiltriert man diesen nun und bringt ihn anschließend zur Explosion. Während Cloud und Konsorten also nun den Reaktor in Flammen aufgehen lassen, habe ich eine ganz andere Geduldsprobe zu bestehen. Ich habe nämlich mit einer Frage zu kämpfen:
Wieso zum Teufel fand ich dieses Game mal gut spielbar?Die Story ist immer noch fesselnd, aber bei diesem 3D-Game ist keine Analog-Steuerung unterstützt? Oh Gott, so oft wie Cloud deshalb gegen Wände lief (Und ich behaupte einfach mal, dass es nicht an meiner Unfähigkeit lag), kann er glücklich sein das sein 3-Wetter-Taft die Frisur beschützt hat – seine drei Polygonstacheln auf dem Kopf sind nämlich nach wie vor vorhanden!Okay, das lässt sich noch verkraften, man kommt wohl wieder rein. Aber auch die Figuren, die aus maximal 30 sehr großen Polygonen zu bestehen scheinen, verwöhnen mein Auge nicht wirklich. (Nicht das ich das bräuchte, aber trotzdem…) Komischerweise verliert ein altes, dreidimensionales Spiel viel eher seinen Reiz als z.B. ein zweidimensionales wie die alten Bomberman-Teile oder Final Fantasy VI.
Naja, also wieder raus damit. Zumindest konnte ich etwas lachen: Cloud sabbert förmlich seiner Jugendfreundin Tifa hinterher, die aber als Polygonwrack aussieht wie eine Litfaßsäule (Und wenn Cloud das nicht macht bemitleidet er sich selbst - der arme Kerl!)und Aeris, die Blumenverkäuferin hat Schulterpolster wie ein Footballspieler – was vor allem aufgrund ihrer Aufgabe als Weißmagierin mehr als deplaziert wirkt. Dann gibt es natürlich noch Barret, der an einem Arm ein Schießeisen verpflanzt hat. Dieser Held wackelt mit dem Arm während im Hintergrund Maschinengewehrfeuer zu hören ist. Warum das witzig aussieht? Naja, ein brauner Klotz, an dem ein grauer Klotz hängt, vibriert etwas – und das simuliert also Gewehrschüsse! (Jaah, ich habe wirklich gelacht – aber nicht soviel wie z.B. beim aktuellen Spielewitz Alone in the Dark für die Wii, aber dazu schreibe ich vielleicht ein anderes mal etwas…)
Aber abschließend muss ich eines sagen: Das Spiel ist und bleibt ein Meilenstein! Es ist schwer, das Spiel zu genießen, weil es eben nicht heutigen Standards entspricht und alte 3D-Grafiken eben doch eher abschrecken. Aber spielerisch ist und bleibt Final Fantasy VII ein Leckerbissen. Und wer weiß: Vielleicht steht uns ja bald ein Remake bevor, mit Grafiken die einem Final Fantasy VII: Advent Children würdig sind!Wir werden es sehen...
Bis zum nächsten Post wünsch ich euch viel Spaß mit euren alten Games, euer Skeld!
Mittwoch, 1. Oktober 2008
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